Herbstabend in der Bergwohnung
Tang-Dynastie・Wang Wei
Tang-Dynastie・Wang Wei
Nach frischem Regen in den menschenleeren Bergen, bringt der Abend herbstliche Kühle.
Der helle Mond scheint zwischen Kiefern; eine klare Quelle fließt über Steine.
竹喧归浣女,莲动下渔舟。 Im Bambus wird es laut, die Wäscherinnen kehren heim,Lotusblätter bewegen sich, ein Fischerboot gleitet flussabwärts。
Mag die Frühlingsblüte nur vergehen,der edle Wanderer darf hier verweilen。
Der Inhalt der Animation bleibt in der chinesischen Originalfassung.
Die Animation ist bereit.
Im stillen, menschenleeren Gebirge hat es eben geregnet; die Abendluft trägt bereits einen Hauch von Herbst. Der helle Mond scheint zwischen den Kiefernzweigen hindurch, klares Quellwasser fließt über die Steine. Aus dem Bambushain dringen Stimmen: Die Wäscherinnen kehren zurück; die Lotosblätter schwanken, denn ein Fischerboot gleitet stromabwärts. Mögen die Blumen und Gräser des Frühlings auch verwelken, in diesen herbstlichen Bergen möchte ich bleiben.
暝(míng): Abenddämmerung. 空山: stille Berge, nicht völlig menschenleer. 新雨: der gerade gefallene Regen. 浣(huàn)女: Frauen, die Wäsche waschen.
下渔舟: Fischerboote fahren stromabwärts. 随意: ruhig zulassen, geschehen lassen. 歇: verwelken, vergehen. 王孙: ursprünglich ein Nachkomme des Adels; hier ein Zurückgezogener, möglicherweise auch der Dichter selbst.
Das Schlussverspaar kehrt den Gedanken aus „Chuci · Zhao Yinshi“ um, das den Fürstensohn zur Rückkehr auffordert, weil man in den Bergen nicht lange bleiben könne. Hier wird betont, dass die Herbstlandschaft der Berge ihre eigene Schönheit besitzt, die zum Bleiben einlädt.
Einführung zum Werk: Wang Wei beschreibt den Abend in herbstlichen Bergen nach dem Regen und verbindet den hellen Mond, klare Quellen und die Arbeit im Bergdorf miteinander. Die Stille des Gedichts schließt das Leben nicht aus; sie ist vielmehr eine friedliche Abgeschiedenheit, in der Menschen und Landschaft miteinander auskommen.
Die beiden mittleren Verspaare sind jeweils kunstvoll gestaltet: Mondschein und Quellwasser verbinden Ruhe und Bewegung; bei Bambusrauschen und bewegten Lotosblättern werden zuerst die hörbaren und sichtbaren Veränderungen geschildert, dann die Wäscherinnen und das Fischerboot genannt. So scheinen die Menschen ganz natürlich aus der Landschaft hervorzutreten.
Der Schluss greift das Ende der Frühlingsblüten auf, ohne über das Kommen des Herbstes zu trauern. Der Dichter entscheidet sich zu bleiben, weil Landschaft und Leben vor seinen Augen bereits schön genug sind; die konkreten Bilder zuvor begründen diese Empfindung.
Aus dem Gedicht, hinein in die Geschichte
Nach dem Herbstregen folgt Yu Cheng dem Geräusch des Wäschewaschens in den Bambuswald. Er hofft, sich mit einem Fall heimlicher Überfahrten in der Kreisverwaltung zu etablieren, doch die verletzte Frau im Korb beißt ihn zuerst. Das kleine Boot tief zwischen den Lotusblättern fragt nicht nach der Herkunft seiner Passagiere, und auch die alte Frau vertraut seinem Amtsabzeichen nicht ohne Weiteres. Er erinnert sich an eine Eingabe, die als Familienangelegenheit zurückgewiesen wurde, und sieht dann das Kind am Boot, dessen Kopf jemand niederdrückt, damit es nicht spricht.
Lesen beginnenMit KI-Unterstützung verfasst · Figuren und Handlung sind erfunden