Shaonianyou · Die Klinge aus Bing glänzt wie Wasser
Song-Dynastie・Zhou Bangyan
Song-Dynastie・Zhou Bangyan
Das Messer aus Bing glänzt wie Wasser, das Salz aus Wu ist weißer als Schnee; zarte Hände teilen eine frische Orange. Im Brokatzelt wird es eben warm, aus dem Tiergefäß steigt unablässig Räucherduft; einander gegenübersitzend stimmen wir die Sheng.
Leise frage ich, bei wem du übernachten willst; über der Stadt ist schon die dritte Nachtwache. Das Pferd gleitet aus, dicht liegt der Reif; besser, du brichst nicht mehr auf, wahrlich kaum jemand ist unterwegs.
Der Inhalt der Animation bleibt in der chinesischen Originalfassung.
Die Animation ist bereit.
Das scharfe Messer aus Bingzhou glänzt wie Wasser, das feine Salz aus Wu ist weißer als Schnee; ein Paar zarter Hände schneidet frische Orangen auf. Hinter dem Brokatvorhang ist es gerade warm geworden, aus dem tiergestaltigen Räuchergefäß steigt unablässig Rauch, und zwei Menschen sitzen einander gegenüber und spielen auf der Sheng.
Leise fragt sie: „Bei wem willst du heute Nacht bleiben? Von der Stadtmauer wurde schon die dritte Nachtwache ausgerufen. Der Reif liegt dick auf dem Boden, dein Pferd könnte leicht ausgleiten; bleib doch lieber hier. Um diese Zeit sind ohnehin kaum noch Menschen unterwegs.“
并(bīng)刀: Ein scharfes Messer aus Bingzhou. 如水: Wie Wasser; beschreibt den hellen Glanz der Klinge. 吴盐: Feines Salz aus Wu; in alter Zeit konnten Orangen beim Essen mit Salz gewürzt werden.
幄(wò): Vorhang, Baldachin. 兽烟: Rauch, der aus einem tierförmigen Weihrauchgefäß aufsteigt. 调笙: die Mundorgel Sheng spielen. 谁行(háng): bei wem; „行“ ist ein umgangssprachliches Suffix.
三更:die Zeit um Mitternacht. 直是:wirklich, geradezu. Die Verbindung dieses Ci-Gedichts mit Geschichten um Kaiser Huizong der Song und Li Shishi ist nicht zuverlässig belegt; daraus wird die Identität der Figuren nicht abgeleitet.
Einführung zum Werk: Zhou Bangyan gestaltet das nächtliche Abschiedsgespräch zweier Menschen, die sich getroffen haben. Alltägliche Einzelheiten wie das Teilen einer Orange und das Stimmen der Mundorgel schaffen eine warme Szene. Behutsame Bitten zu bleiben vermitteln Nähe und den Schmerz des Abschieds; die Figuren bedürfen keiner Anbindung an eine Legende.
Messerglanz, Salzfarbe, zarte Hände und frische Orangen heben einander hervor. Der Anfang ist fein ausgearbeitet, ohne abstrakte Beschreibungen anzuhäufen. Die erste Wärme im Raum und der unablässige Weihrauch lassen das Beisammensein zugleich geborgen und bewahrenswert erscheinen.
Die zweite Strophe nennt nacheinander die späte Nacht, starken Reif, den unsicheren Tritt des Pferdes und die wenigen Menschen als Gründe. Das eigentliche „Ich möchte nicht, dass du gehst“ bleibt darin verborgen. Je behutsamer die Worte, desto deutlicher werden Rücksichtnahme und Trennungsschmerz der sprechenden Person.
Aus dem Gedicht, hinein in die Geschichte
Noch keinen Tag ist Zhong Que von seiner Schule fort, da trifft ihn eine Klinge am rechten Arm. Die Austrittsurkunde steckt in seinem Ärmel, und der Orangenladen am Fähranleger ist vorerst sein einziger Rastplatz. Die Inhaberin A Cheng rät ihm, über Nacht zu bleiben. Doch die Bewegung ihres Handgelenks beim Orangenschälen erinnert ihn an eine andere Art, eine Klinge zu führen. Zur dritten Nachtwache liegt bereits Reif auf der ganzen Steinbrücke. Plötzlich erlischt das Licht im Haus, und draußen ruft jemand nach seinem jüngeren Mitschüler. Die Orange liegt noch immer neben seiner Hand.
Lesen beginnenMit KI-Unterstützung verfasst · Figuren und Handlung sind erfunden