Shanglin chunling · Schnee gesehen am dreißigsten Tag des elften Monats
Song-Dynastie・Mao Pang
Song-Dynastie・Mao Pang
蝴蝶初翻帘绣。万玉女、齐回舞袖。落花飞絮蒙蒙,长忆著、灞桥别后。 Schmetterlinge beginnen vor dem bestickten Vorhang zu flattern。Zehntausend Jademädchen、schwingen gemeinsam ihre Tanzärmel。Fallende Blüten und fliegender Weidenflaum verschwimmen,immer denke ich zurück、an die Zeit seit dem Abschied an der Ba-Brücke。
Im kleinen Bettzelt dichter Duft, allein zieht sich das Tropfen der Wasseruhr hin. Mag draußen alles bedeckt sein, der Mond tief stehen und die Wolken dicht sein. In der kalten Nacht suche ich nicht die Quasten des Bettvorhangs auf; mein Mitleid gilt nur der mageren Pflaumenblüte im hinteren Hof.
Der Inhalt der Animation bleibt in der chinesischen Originalfassung.
Die Animation ist bereit.
Eben wirbelten die Schneeflocken noch wie Schmetterlinge vor dem bestickten Vorhang, dann schienen unzählige Jadejungfrauen zugleich ihre Tanzärmel zu wenden. Dieses Bild von fallenden Blüten und dunstig fliegenden Weidenflocken lässt mich lange an die Zeit nach unserem Abschied an der Ba-Brücke denken.
Im kleinen, von dichtem Duft erfüllten Bettzelt dauert das Tropfen der Wasseruhr durch die lange Nacht fort. Mögen draußen der Mondschein tief und die Wolken schwer sein: Die Kälte gelangt nicht an den mit Seidenquasten behängten Vorhang. Mein Mitgefühl gilt allein dem schlanken Pflaumenbaum im hinteren Hof.
上林春令: Name einer Ci-Melodie. 蝴蝶、玉女舞袖、落花飞絮: Schmetterlinge, tanzende Ärmel einer jadegleichen Schönen, fallende Blüten und fliegender Weidenflaum – aufeinanderfolgende Vergleiche für den fallenden Schnee.
灞桥:Brücke östlich von Chang’an, in klassischer Dichtung häufig mit dem Brechen von Weidenzweigen zum Abschied verbunden. 斗帐:kleiner, viereckiger Bettvorhang. 永漏:das Geräusch der Wasseruhr in der langen Nacht.
流苏: herabhängende Seidenquasten an Vorhängen, hier stellvertretend für den Vorhang. 梅瘦: die lichten, schlanken Zweige des Pflaumenbaums, zugleich mit einem Ton des Mitgefühls. „夜寒不近流苏“ – „Die Nachtkälte dringt nicht an die Seidenquasten“ – beschreibt die Trennung zwischen dem Inneren des Bettvorhangs und der kalten Außenwelt.
Einführung: Der Titel nennt ausdrücklich den Anblick von Schnee am dreißigsten Tag des elften Monats, gibt jedoch kein sicher bestimmbares Jahr an. Vom fallenden Schnee führt das Ci-Gedicht zu Erinnerungen an einen Abschied und dann von der Wärme hinter dem Bettvorhang zur schmalen Pflaumenblüte draußen im Hof. Es verbindet Freude am Schnee mit zärtlichem Mitgefühl für die Blüte.
Die erste Strophe wechselt fortwährend die Vergleiche und zeigt denselben Schnee in verschiedenen Bewegungen: flatternd, kreisend und herabsinkend. „灞桥别后“ – nach dem Abschied an der Ba-Brücke – lässt die Schneebetrachtung plötzlich in die Erinnerung an eine Trennung übergehen und verleiht der schönen Szenerie Gefühl.
In der zweiten Strophe reicht der Blick aus dem Inneren hinter den Vorhängen hinaus in den Hof. Gerade weil man selbst vor der Kälte geschützt ist, sorgt man sich umso mehr um die Pflaumenblüte in Wind und Schnee. Der Schluss äußert die Gefühle nicht unmittelbar, sondern legt die stille, feine Empfindung in das eine Wort „怜“, zärtlich mitfühlen.
Aus dem Gedicht, hinein in die Geschichte
Der weiße Falke kehrt in den Verschlag zurück. An seinen Federn hängt nun ein roter Faden mit vier verborgenen Schriftzeichen: Morgen den Berg anzünden. Lu Yan, der seit zwölf Jahren Vögel hält, spart noch immer das Silber für seinen Freikauf und will gerade jetzt am allerwenigsten Ärger. Die Jägerin Qin Man ist jedoch überzeugt, dass er Nachrichten für Bergbanditen übermittelt. Sie packt sein Handgelenk und will den Aufenthaltsorten des Vogels nachgehen. Lautlos fällt der Schnee, doch die Reisstrohasche an den Fängen des Falken führt die beiden ins westliche Tal.
Lesen beginnenMit KI-Unterstützung verfasst · Figuren und Handlung sind erfunden