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墙角数枝梅,凌寒独自开。 An der Mauerecke einige Pflaumenzweige,die allein der Kälte trotzen und blühen。

Pflaumenblüten

Song-Dynastie・Wang Anshi

Ein paar Pflaumenzweige an der Mauerecke blühen allein der Kälte zum Trotz.

Schon von fern weiß ich: Das ist kein Schnee, denn ein verborgener Duft weht heran.

Poesie fließen lassen

Animation der Gedichtwelt

Der Inhalt der Animation bleibt in der chinesischen Originalfassung.

Die Animation ist bereit.

KI-Bildgestaltung

Übersetzung

An der Mauerecke blühen ein paar Pflaumenzweige allein der Kälte entgegen. Schon von Weitem weiß man, dass es kein Schnee ist, denn ein Hauch feinen Duftes weht herüber.

Anmerkungen

数枝: Einige Zweige. 凌寒: Der strengen Kälte trotzend. 独自: Allein; betont, dass die Blüten in der Kälte früher als viele andere aufgehen.

遥知: schon aus der Ferne wissen. 为(wèi)有: weil es gibt. 暗香: ein feiner, unaufdringlicher Duft.

Vorstellung des Werks

Einführung zum Werk: Wang Anshi beschreibt die Pflaumenblüte in einem Vierzeiler mit jeweils fünf Schriftzeichen. Zuerst nennt er ihren Standort und die Bedingungen ihres Blühens, dann führt er vom unsicheren Erkennen aus der Ferne zur Gewissheit durch den Duft. Die Sprache des ganzen Gedichts ist schlicht und zugänglich; im Mittelpunkt steht, dass die Pflaumenblüte selbst an einem kalten, abgelegenen Ort ihre Eigenart bewahrt.

Interpretation

Die Mauerecke ist kein belebter Ort zum Bewundern von Blüten; „凌寒“ („der Kälte trotzend“) zeigt zudem die schwierigen Wachstumsbedingungen. Mit wenigen Strichen entsteht die Haltung einer Pflaumenblüte, die keiner prächtigen Umgebung bedarf.

Die letzten beiden Verse wechseln vom Sehen zum Riechen. Pflaumenblüten und Schnee gleichen sich in der Farbe, ihr Duft aber lässt sich nicht verwechseln; der „verborgene Duft“ dient sowohl der Unterscheidung als auch dazu, den Charakter der Pflaumenblüte durch eine zarte, beständige Gegenwart sichtbar werden zu lassen.

Kommentare

Wird gesendet

Aus dem Gedicht, hinein in die Geschichte

Von Gedichten inspirierte Romane

Roman über Handwerkskunst und gesellschaftliches Leben im Stil des alten China

Ein seidener Pflaumenzweig

Gu Qings seidene Pflaumenblüten sehen wie echte aus, nur duften sie nicht. Sie möchte den überdachten kleinen Stand auf dem Westmarkt mieten. Doch die alte Pflaume an der Mauer, die ihre Großmutter seit vielen Jahren begleitet, soll mitsamt den Wurzeln ausgegraben werden, weil das alte Haus den Besitzer wechselt. Mit einem künstlichen Blütenzweig sucht sie die neuen Eigentümer auf und stellt fest, dass sowohl über den Verbleib des Baumes als auch über den Preis ihrer Handwerkskunst schwerer zu verhandeln ist als erwartet.

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