Abkühlung suchen
Song-Dynastie・Qin Guan
Song-Dynastie・Qin Guan
Mit dem Stock komme ich, jenseits der Weiden Kühle zu suchen; südlich der bemalten Brücke lehne ich auf einem Klappstuhl.
Im hellen Mondlicht setzen von den Booten Flöten bald hier, bald dort ein; der Wind ruht, und die Lotosblüten im Teich duften unbeschwert.
Der Inhalt der Animation bleibt in der chinesischen Originalfassung.
Die Animation ist bereit.
Auf meinen Stock gestützt suche ich jenseits der Weiden Kühle und ruhe südlich der bunt verzierten Brücke an einen Klappsitz gelehnt. Der Mond scheint hell, von den Booten erklingen versetzt Flötentöne. Nachdem der Wind verstummt ist, verströmen die Lotusblüten im Teich noch immer ungehindert ihren zarten Duft.
携扙: Der Text dieser Seite schreibt „扙“; dem Sinn nach ist „携杖“ zu lesen, also „einen Gehstock mitführen“. 追凉: einen kühlen Ort aufsuchen. 画桥: eine farbig verzierte oder mit Schnitzwerk geschmückte Brücke.
胡床:Ein zusammenklappbares Sitzmöbel des Altertums, ähnlich einem Faltstuhl, kein Bett. 参差:Abwechselnd aufkommend, ungleichmäßig verteilt. 风定:Der Wind hat sich gelegt. 自在香:Der Duft verbreitet sich von selbst, ohne auf den Wind zu warten.
Einführung zum Werk:Qin Guan schildert, wie er in einer Sommernacht hinausgeht, um Kühlung zu suchen: vom Gehen zum ruhigen Sitzen, dann zu Flötenklang und Lotusduft. Alle vier Verse kreisen um körperliches Wohlbehagen und feine Veränderungen der Sinneswahrnehmung und bringen die Zufriedenheit eines stillen Lebens zum Ausdruck.
Das Zeichen “追” – „nachjagen“ – beschreibt zunächst die aktive Suche nach Kühlung, während “倚” – „sich anlehnen“ – zeigt, dass bereits ein Ort zum Verweilen gefunden ist. Die Bewegungen der Figur werden langsamer, und die Geräusche und Düfte der Umgebung treten allmählich deutlicher hervor.
Die Flötentöne aus unterschiedlichen Entfernungen verleihen der stillen Nacht räumliche Tiefe. Dass der Duft nach dem Verstummen des Windes bleibt, lenkt die Aufmerksamkeit wiederum auf den Lotus im Teich selbst. Der Schluss eilt nicht zu einer belehrenden Aussage, sondern bewahrt lediglich einen Augenblick gelassener Weltwahrnehmung.
Aus dem Gedicht, hinein in die Geschichte
In kühlen Nächten an der verzierten Brücke erkennt A Yu stets die alte Flöte von Onkel Hong: Das dritte Loch ist undicht, die hohen Töne gelingen nicht. Nach dem Überfall auf ein Getreideschiff wird der Flötenklang plötzlich zum Beweis für eine Verbindung zu den Räubern. Neben dem Bett des alten Mannes taucht außerdem ein Sack frischer Reis auf. A Yu erinnert sich, dass der letzte Ton jener Nacht zu gerade geklungen hat, doch alle wollen nur dem Reissack vor ihren Augen glauben. Er fragt von Tür zu Tür nach. Dabei führt ihn die Spur ausgerechnet immer näher an das Krankenbett, das er selbst einmal für jemanden ausgebessert hat.
Lesen beginnenMit KI-Unterstützung verfasst · Figuren und Handlung sind erfunden