Schnee und Pflaumenblüte · Zweites Gedicht
Song-Dynastie・Lu Meipo
Song-Dynastie・Lu Meipo
有梅无雪不精神,有雪无诗俗了人。 — Pflaumenblüten ohne Schnee fehlt der rechte Geist; Schnee ohne Gedicht macht den Menschen gewöhnlich.
Bei Sonnenuntergang ist das Gedicht vollendet, und wieder schneit es; zusammen mit der Pflaumenblüte ergibt sich vollkommener Frühling.
Der Inhalt der Animation bleibt in der chinesischen Originalfassung.
Die Animation ist bereit.
Sind nur Pflaumenblüten da und kein Schnee, scheint etwas von ihrem Zauber zu fehlen; gibt es nur eine Schneelandschaft, aber kein Gedicht, wirkt auch der Mensch ohne Sinn für feine Schönheit. Am Abend ist das Gedicht eben fertig, da beginnt es wieder zu schneien. Gedicht, Schnee und Pflaumenblüten spiegeln einander und bringen gemeinsam vollkommene Frühlingsstimmung hervor.
精神: lebendiger Ausdruck, reizvoller Geist. 俗了人: den Betrachtenden ohne Sinn für Schönheit erscheinen lassen. 并作: zusammen zu etwas werden. 十分春: überreiche Frühlingsfülle, keine genaue jahreszeitliche Messgröße.
Dies ist das zweite Gedicht aus „Schnee und Pflaumenblüte“. Es steht im Wechselbezug zum ersten, das mit „梅雪争春未肯降“ beginnt – „Pflaumenblüte und Schnee wetteifern um den Frühling, keiner will sich geschlagen geben.“
Einführung zum Werk: Lu Meipo verbindet hier Pflaumenblüten, Schnee und das Dichten. Das Gedicht steht nicht als Urteil außerhalb der Landschaft, sondern erscheint selbst als ein Glied, durch das natürliche Schönheit und menschliches Empfinden einander vervollständigen.
Die ersten beiden Verse wirken wie eine Erörterung, benennen jedoch jeweils die gegenseitige Abhängigkeit von Pflaumenblüte und Schnee sowie von Schnee und Gedicht. Im dritten Vers erscheint unvermittelt das Zusammentreffen von „诗成“ und „又雪“ — das Gedicht ist vollendet, und wieder schneit es — und verwandelt das abstrakte Urteil in eine unmittelbar erlebte Freude.
Die Frühlingsstimmung am Schluss entsteht nicht allein durch eine bestimmte Blume oder Wetterlage, sondern aus dem Zusammentreffen verschiedener Schönheiten. Der leichte und zuversichtliche Ton beschreibt die Freude des Menschen, durch Betrachten und Gestalten an der Natur teilzuhaben.
Aus dem Gedicht, hinein in die Geschichte
Mei Jiu will den Schnee liegen lassen, damit er die Blüten hervorhebt. Tante Ge fürchtet dagegen, dass jemand ausrutscht. Nach ihrem Streit wird beiden jeweils der halbe Lohn abgezogen. Die Schulden für Papier und das Geld für Medikamente warten noch auf sie. Also nehmen sie erneut Arbeit für dasselbe Fest zur Pflaumenblütenschau an: Einer bemalt einen Wandschirm, die andere schafft Schnee herbei. Drei Tage später preisen die Dichter im Garten die makellose weiße Reinheit. Doch die Menschen, die diese Frühlingslandschaft geschaffen haben, werden vor dem Tor aufgehalten. Selbst der Name auf dem Bild ist ausgetauscht worden.
Lesen beginnenMit KI-Unterstützung verfasst · Figuren und Handlung sind erfunden