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晨起开门雪满山,雪晴云淡日光寒。 — Am Morgen öffne ich die Tür: Schnee bedeckt die Berge. Nach dem Schneefall klart es auf, die Wolken sind dünn, das Sonnenlicht ist kalt.

In den Bergen nach dem Schnee

Qing-Dynastie・Zheng Xie

Am Morgen stehe ich auf und öffne die Tür: Schnee bedeckt die Berge. Nach dem Schneefall klart es auf, die Wolken sind dünn, das Sonnenlicht ist kalt.

檐流未滴梅花冻,一种清孤不等闲。 — Noch tropft kein Schmelzwasser vom Dach, die Pflaumenblüten sind gefroren; ihre reine Einsamkeit ist von außergewöhnlicher Art.

Poesie fließen lassen

Animation der Gedichtwelt

Der Inhalt der Animation bleibt in der chinesischen Originalfassung.

Die Animation ist bereit.

KI-Bildgestaltung

Übersetzung

Am frühen Morgen stehe ich auf und öffne die Tür: Weißer Schnee bedeckt die Berge. Nach dem Schnee ist der Himmel klar, die Wolken sind dünn, doch im Sonnenlicht liegt noch Kälte. Der Schnee auf dem Dachvorsprung ist noch nicht zu Tropfen geschmolzen, auch die Pflaumenblüten sind im Frost erstarrt. Diese erhabene, einsame Reinheit ihrer Erscheinung ist wahrlich außergewöhnlich.

Anmerkungen

檐流: Wasser, das durch Schneeschmelze oder Regen von der Dachtraufe fließt. 未滴: Noch tropft nichts; hier ist es weiterhin so kalt, dass der Schnee nicht geschmolzen ist. 清孤: Eine erhabene, einsame und unbefleckte Wesensart.

不等闲:Außergewöhnlich, nicht leicht zu nehmen. „梅花冻“ beschreibt die Pflaumenblüten in eisiger, schneereicher Kälte und bedeutet nicht, dass die ganze Pflanze bereits erfroren ist.

Vorstellung des Werks

Einführung: Zheng Xie schildert die reine Stille der Berge anhand dessen, was beim Öffnen der Tür nach dem Schneefall sichtbar wird. Der Blick verengt sich vom verschneiten Berg auf Dachtraufe und Pflaumenblüte. Am Ende nennt das Gedicht „清孤“ („reine Einsamkeit“) und verbindet so das Naturbild mit einem ästhetischen Empfinden menschlicher Haltung.

Interpretation

„雪晴“, der klare Himmel nach dem Schnee, scheint Wärme zu versprechen, doch unmittelbar folgt „日光寒“, kaltes Sonnenlicht. Helligkeit für das Auge und körperlich empfundene Kälte bestehen nebeneinander; so erscheint die Welt nach dem Schnee klar und streng.

Dass von der Dachtraufe noch nichts tropft, ist ein kleiner Beleg für die Kälte. Der letzte Vers würdigt zudem mehr als das Weiß des Schnees: Er gilt auch dem reinen, einsamen Wesen, das sich in dieser Umgebung zeigt. Die Sprache ist schlicht und unaufdringlich, doch ihr Gewicht liegt auf den drei Zeichen „不等闲“, nicht gewöhnlich.

Kommentare

Wird gesendet

Aus dem Gedicht, hinein in die Geschichte

Von Gedichten inspirierte Romane

Rätselgeschichte im Stil des alten China

Verborgener Frühling im Schneehaus

Als nach dem Schneefall der Himmel aufklart, geht Ding Xiu in die Berge, um einen Balken auszutauschen. Drei Spurenreihen im Hof führen zur Tür, doch der alte Cen besteht darauf, allein zu wohnen. Er stellt zwei Schalen hin und nimmt hastig eine wieder weg; oben auf dem Balken ist zudem ein so leises Atmen zu hören, dass es kaum wahrnehmbar ist. Ding Xiu wollte eigentlich nur seinen Lohn abholen und Schulden tilgen, doch vom Fuß des Berges kommen mehrere grau gekleidete Männer mit Schuldscheinen hinterher. Ihr Anführer, Verwalter Shen, hält genau die Schuld in Händen, die Ding Xius Vater hinterlassen hat.

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