Bei Tagesanbruch vom Jingci-Tempel aufbrechen und Lin Zifang verabschieden
Song-Dynastie・Yang Wanli
Song-Dynastie・Yang Wanli
毕竟西湖六月中,风光不与四时同。 — Der Westsee mitten im sechsten Monat: Seine Schönheit gleicht wahrlich keiner anderen Jahreszeit.
Bis an den Himmel grenzen Lotosblätter in endlosem Grün,im Sonnenlicht leuchten Lotosblüten unvergleichlich rot。
Der Inhalt der Animation bleibt in der chinesischen Originalfassung.
Die Animation ist bereit.
Es ist eben der Westsee im sechsten Monat: Seine Landschaft unterscheidet sich stark von der anderer Jahreszeiten. Lotosblätter breiten sich bis zum Himmel aus und bilden ein grenzenloses Grün; im Sonnenlicht leuchten die Lotosblüten besonders kräftig rot.
净慈寺: der Jingci-Tempel in der Nähe des Westsees in Hangzhou. 林子方: Lin Zifang, der Freund, von dem der Dichter Abschied nimmt. 毕竟: letztlich, schließlich. 六月: der sechste Monat des chinesischen Mondkalenders.
四时: gewöhnlich die vier Jahreszeiten; hier liegt der Akzent auf dem Vergleich mit anderen Zeiten des Jahres. 接天: aus der Ferne scheinbar an den Himmel anschließend. 无穷碧: grenzenloses Grün. 别样: besonders, außergewöhnlich.
Dieses Gedicht ist das zweite einer gleichnamigen Gedichtfolge; diese Seite enthält dieses eine.
Einführung zum Werk: Yang Wanli gestaltet das Gedicht aus dem Anblick der Lotoslandschaft am Westsee, während er frühmorgens einen Freund verabschiedet. Der Titel nennt den Abschied, der Text schildert ausschließlich die Landschaft. Daraus muss keine unausgesprochene politische Bedeutung abgeleitet werden; die leuchtende Seefläche selbst bildet die Stimmung des Abschieds.
Die ersten beiden Verse sprechen zunächst das Empfinden aus, wie einen spontan entfahrenen Ausruf der Bewunderung. Die folgenden beiden geben dann den Grund und zeigen den Lesenden die konkrete Szenerie, die den Dichter freudig überrascht.
Die bis zum Himmel reichenden grünen Blätter bilden eine großflächige Grundfarbe, die im Sonnenlicht leuchtenden roten Blüten setzen kräftige Akzente. Weite und intensive Farben entsprechen einander. Die vier Verse sind kurz, doch ihre Szenerie entfaltet sich großzügig.
Aus dem Gedicht, hinein in die Geschichte
Ein zum Abschied bestimmter Wandschirm voller Lotosblüten bringt Shen Ou drei Monatslöhne ein: genug, um das Boot ihrer Mutter zu reparieren und ihren jüngeren Bruder lesen lernen zu lassen. Doch die sechzehn Haushalte hinter dem Schirm müssen innerhalb von zehn Tagen fortziehen, darunter ihre eigene Familie. Sie malt seit Langem das Silbergrau auf den Unterseiten der Lotosblätter und kennt auch die Wasserlinien am Fuß der alten Mauern. Für das Abschiedsbankett drängt man auf die Lieferung, doch der Plan zur Ausbaggerung des Teichs im Amt stimmt mit diesen Wasserspuren nicht überein.
Lesen beginnenMit KI-Unterstützung verfasst · Figuren und Handlung sind erfunden