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虽将细雨催芦笋,却用东风染柳丝。 Zwar treibt er mit feinem Regen die Schilfsprossen hervor,doch färbt er mit Ostwind die Weidenfäden。

Frühlingstag

Tang-Dynastie・Fang Gan

Der Frühling geht und kommt, als hielte er feste Zeiten ein; wenn die Sonne hoch steht und man länger schläft, ist die Zeit der Rückkehr gekommen. Zwar treibt feiner Regen die Schilfsprossen hervor,

却用东风染柳丝。重雾已应吞海色,轻霜犹自剉花枝。 Doch färbt er mit Ostwind die Weidenfäden。Dichter Nebel dürfte schon die Farbe des Meeres verschlungen haben,leichter Frost verletzt noch immer die Blütenzweige。

Jetzt berauscht sich der Gast aus der Wildnis an den Blüten; trunken zwischen ihnen liegend wird er wohl nichts davon wissen.

Poesie fließen lassen

Animation der Gedichtwelt

Der Inhalt der Animation bleibt in der chinesischen Originalfassung.

Die Animation ist bereit.

KI-Bildgestaltung

Übersetzung

Der Frühling scheint beim Kommen und Gehen stets einer Verabredung zu folgen; die Sonne steigt höher, der Mensch wird schläfriger, und wieder ist die Zeit gekommen, da der Frühling heimkehrt. Feiner Regen treibt die jungen Schilfsprossen zum Wachsen, der Ostwind färbt die Weidenzweige wieder grün. Dichter Nebel scheint die ferne Meeresfarbe verschlungen zu haben, doch leichter Frost schädigt noch immer die Blütenzweige. Nun berauschen die Blumen mich, den müßigen Gast im Bergland; selbst wenn ich trunken zwischen ihnen läge, würde ich es wohl gar nicht bemerken.

Anmerkungen

有期: Eine feste Jahreszeit oder einen vereinbarten Zeitpunkt haben. 归时: Entspricht dem Kommen und Gehen des Frühlings. Die Übersetzung bewahrt den jahreszeitlichen Sinn seiner Rückkehr beziehungsweise seines Scheidens, ohne daraus eine bestimmte Heimkehr des Autors zu machen.

芦笋: Junge Schilftriebe, nicht zwangsläufig der heute als Gemüse bekannte Spargel. 剉(cuò): Verletzen, beschädigen. 犹自: Noch immer. 野客: Mensch aus der wilden Berglandschaft; Selbstbezeichnung des Verfassers.

Die Zeilenumbrüche der Originalseite entsprechen nicht vollständig den Versen. Der Text ist als acht zusammenhängende Verse mit jeweils sieben Schriftzeichen zu lesen.

Vorstellung des Werks

Einführung zum Werk: Fang Gan schildert, wie Frühlingswachstum und nachwirkende Kälte nebeneinander bestehen, und endet mit dem behaglichen Bild eines Betrunkenen, der zwischen Blumen ruht. Der Frühling erscheint nicht durchweg warm; feiner Regen, dichter Nebel und leichter Frost ergeben gemeinsam eine vielschichtigere Wahrnehmung der Jahreszeit.

Interpretation

„催“, „antreiben“, und „染“, „färben“, schildern die wachstumsfördernde Kraft des Frühlings;„吞“, „verschlingen“, und „剉“, „verletzen“, dagegen das Verhüllen und Beschädigen durch Nebel und Frost. Zwischen den beiden Verbgruppen entsteht Spannung, die das Frühlingsbild abwechslungsreich macht.

Das Schlussverspaar übergibt die zuvor genau betrachtete Landschaft einem Menschen, der von den Blüten berauscht ist. Das Gedicht erklärt weniger den Frühling, als dass es den Weg eines Menschen vom Beobachten zum selbstvergessenen Aufgehen im Frühling festhält.

Kommentare

Wird gesendet

Aus dem Gedicht, hinein in die Geschichte

Von Gedichten inspirierte Romane

Fantastische Erzählung im Stil des alten China

Jahre in den Frühlingsbergen

Nachdem Xu Jue heimlich einen Becher Frühlingswein getrunken hat, wächst aus dem Fladen an seiner Brust ein kleiner Pfirsichbaum. Und der Mann, der ihm beim Mahl die Kleiderknöpfe öffnet, ist sein seit sieben Jahren verstorbener Vater. Unten am Berg wartet jemand darauf, dass er zum Weinbrauen heimkehrt; hier oben scheint es jedoch stets einen Grund zu geben, noch einen halben Tag zu bleiben. Wollen die Blüten welken, erscheinen neue, ist das Essen aufgegessen, folgt die nächste Runde Wein. Nur am Ende der Tafel sitzt ein alter Mann, der beharrlich seine Essstäbchen nicht anrührt.

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